Reisegruppe


Pfarrer im Ruhestand Eggers ist gerne unterwegs mit einer Reisegruppe.

Kontakt:
Pfarrer i.R. Dieter Eggers
Telefon 0521/41 74 100
E-Mail eva.dieter.eggers*web.de

 

Bericht zur Türkeireise

Hos Geldiniz Türkiye’ye

Willkommen in der Türkei, einem Land zwischen Orient und Okzidenz, das uns vom 4.8. – 15.8.14 gastfreundlich begegnete und uns immer wieder in Staunen versetzte!

Zunächst Trabzon an der östlichen Schwarzmeerküste, von griechischen Kolonisten um das 8. Jh.v.Chr. gegründet, eine kulturhistorisch interessante Stadt. Einige Kirchen – nicht so riesig wie ihr Istanbuler Pendant, die Hagia Sophia – und Klöster sind noch übrig geblieben aus der Zeit, als das alte Trapezunt Hauptstadt eines christlich-byzantinischen Zwischenreiches war, weil die Kreuzritter 1204 n.Chr. Konstantinopel eingenommen hatten.

Von hier zog gegen 1295 auch Marco Polo auf der Seidenstraße Richtung China.

Uns zog es zunächst noch zum 1200 m hoch gelegenen Sumela Kloster, eine der Attraktionen hier im östlichen Anatolien – gegründet 385 n.Chr.

Die meisten von uns stiegen in der feucht-warmen Luft schon ganz schön schwitzend einen schmalen Waldpfad hinauf zu dem vierstöckigen Kloster in einer Felsspalte des pontischen Gebirges. Selbst die mutwilligen Zerstörungen aus dem letzten Jahrhundert konnten die christlich-orthodoxe Prachtentfaltung einer vergangenen Epoche noch erahnen lassen.

Ziel dieser Reise war eben auch, die christlichen Spuren vom Nordosten in den Südosten der Türkei zu entdecken.

Bevor wir endgültig in die anatolische Hochebene nach Süden entschwanden, konnten wir noch herrliche Ausblicke auf das Schwarze Meer genießen und in einem Teegarten beim türkischen Nationalgetränk verweilen.

Dann ging es hinauf in die Berge zu Burgruinen und Klosteranlagen aus georgischer Zeit. In Bungalows auf einer Hochalm haben wir die Landschaft und die Zeit genossen. Unser türkischer Reiseleiter Hassan hat uns bestens eingeführt in die unterschiedliche Gemengelage verschiedenster Völker, die hier im Osten der Türkei gelebt haben und leben: Urartäer, Phryger, Armenier, Georgier, Russen und weiter im Süden Kurden und noch viele kleinere Stämme und Ethnien.

Direkt an der türk.-armenischen Grenze  haben uns die Ruinen von Ani, der alten Hauptstadt des armenischen Reiches (1000 n.Chr.) besonders beeindruckt und dann natürlich der schneebedeckte Ararat, der mit seinen 5137 m die weite baumlose Hochebene beherrscht und sich das Auge an Schaf- und Ziegenherden in der Nähe und der Ferne verlieren kann.  Um diesen Berg ranken sich seit eh und je unzählige Legenden;  der bekanntesten Geschichte von Noah und seiner Arche, die – so sagt die Bibel – hier gestrandet sein soll, sind wir natürlich angesichts dieses imposanten Berges nachgegangen.

Ein Höhepunkt löste den nächsten ab: so erreichten wir über den Ishak-Pasa-Palast, einer Festungsanlage der Urartäer aus dem 9. J. v. Chr., dann im 18. Jh. n. Chr. vom Kurdischen Emir Ishak Pasa zu der heutigen imposanten Burganlage ausgebaut, den Van-See und damit das Zentrum des urartäischen Reiches im 9. – 7. Jh. v. Chr.

Durch die Einwanderung phrygischer Stämme von Westen und  der Vermischung mit den Urartäern entstand im 7. Jh. v. Chr. das armenische Volk, das schon im 2. Jh. von Gregor dem Erleuchter christianisiert wurde. Dieses religiöse Fundament wurde auch durch Schwert und Koran in den folgenden Jahrhunderten nicht erschüttert. Auf der kleinen Insel Akdamar im Van-See konnten wir die Heiligkreuz-Kirche mit ihren filigranen Reliefs bestaunen, errichtet vom armenischen König Gagik I. von 915-921. Anschließend musste für einige von uns ein kühlendes Bad im stark sodahaltigen Van-See sein. Und dann war Abschied vom angenehmen Klima hier im Hochland (1750 m) angesagt. Die Reise ging weiter gen Süden über den Tigris in den Tur Abdin, zu den Bergen der Knechte Gottes.

Dieter Eggers

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Auf nach Thüringen und Sachsen

Studienreise vom 9.-15. September 2015 auf den Spuren von M. Luther und J.S. Bach

Dieses Jahr bleiben wir im Land und machen uns auf – angeregt vom Reformationsjubiläum 2017 – zu den Originalschauplätzen in Thüringen und Sachsen.

Wir wollen dort den dramatischen Anfängen der Reformation nachspüren. Luthers Leben, sein theologisches Verständnis und die Umsetzung vieler Texte in die Musik durch J.S. Bach werden uns auf der Reise leiten.

Am Mittwoch, 22. April um 19.30 Uhr im Bartholomäushaus möchte ich diese Reise und diese Themen vorstellen und Sie sehr herzlich dazu einladen. Reiseprogramme und weitere Informationen können Sie natürlich schon bei mir oder im Gemeindebüro bekommen.

Dieter Eggers