Frauenfrühstück

 

Wir freuen uns auf Sie am 

1. April 2017

9.00- 11.30Uhr

im Gemeindehaus

Referentin: Frau Regina Beissel

"Neue Wege- Kirche alt aber nicht veraltet"

 

 

Hier ein Rückblick auf das letzte Frauenfrühstück:

 

Foto Isringhausen

Foto Büffet

 

Frau Pfarrerin Pertra Isringhausen referierte am 12. November 2016 zum Thema

"Mit den Füßen beten- unterwegs auf Pilgerwegen"

im Bartholomäus Gemeindehaus an der Kirche 

Frau Isringhausen stellte sich als Gemeindepfarrerin aus Steinhagen vor und berichtete, dass sie seit September außerdem als Frauenbeauftragte des Kirchenkreis Halle tätig ist.

Die interessierten Besucherinnen staunten nicht schlecht, dass Frau Isringhausen ihren Wanderrucksack aufmachte, in dem sich die Jakobsmuschel- das bekannte Zeichen der Pilgerbewegung und ein Kreuz befanden, dass sie auf ihrem ersten Wege mitnahm.  

Zum Pilgern kam sie selbst in der Zeit, in der sie noch als Krankenhausseelsorgerin tätig war. Im Rahmen einer Fortbildung führte sie ihr erster eigener Pilgerweg von Blankenburg in der Eifel nach Trier. Auf diesem ökumenischen Weg war sie mit einer Dozentin aus dem Pastoralkolleg, 11 evangelischen Pfarrer/innen und sieben katholischen Ehepaaren unterwegs. Es wurde ein Weg- weg vom alltäglichen Leben- ohne Pläne und Termine, eine rundweg gesunde Erfahrung.

Ans Herz gelegt hat Frau Isringhausen den knapp 60 Anwesenden den Olavs Weg in Norwegen. Er sei klimatisch wesentlich angenehmer als die "Pilgerautobahn" nach Santiago de Compostella in Spanien. Geschätzt wird von vielen der Wallfahrtsweg nach Lourdes, aber auch hier in der Nähe findet die Pilgerin und der Pilger schöne Wege, wie den Lipper- Pilgerweg.

Warum ist Pilgern ein Trend? - dafür gibt es mannigfaltige Gründe. Für viele ist es ein persönlicher Weg- eine Chance neue Wege zu gehen. Nach und während Erkrankungen machen sich viele Menschen auf und kommen gestärkt zurück. Selbst Heilungen sind auf solchen Wegen nicht auszuschließen, denn die Bewegung des Körpers hilft auch Geist und Seele. Ein Wechsel der Perspektive, ein- sich bewusst werden-, dass der Weg auch unser Weg von der Geburt bis zum Grab ist, das sind Gedanken, die den Pilger beschäftigen. Es ist vergleichbar unserem Lebensweg und er führt nicht selten zu mehr Dankbarkeit und Stille.

In der Vorbereitung auf den Pilgerweg  beginnt schon ein Wandel im Denken -was braucht der Mensch, was ist wichtig?- viel ist es eigentlich nicht...denn alles, was man mitnimmt, muss man schließlich auch tragen. So reduziert man sich auf das Lebensnotwendige. Den Weg säumen Wegkreuze und Steine mit biblischen Versen -Zeichen zum Innehalten und nachdenken. Auf den Bergen wächst die Nähe zu Gott- viele der Anwesenden konnten dem bedingungslos zustimmen.

Frau Isringhausen las eine Geschichte aus dem Buch von Peter Müller: "Die Seele laufen lassen" vor. Zwei Mönche aus einer anderen Welt wollten an Ende der Welt...an den Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren. Sie wollten diesen Weg suchen und gingen ihn mit vielen Entbehrungen und Versuchungen. Schließlich fanden sie ihn, es gab eine Tür, an die sie anklopften. Sie öffnete sich - und die Mönche standen in ihrer eigenen Klosterzelle, an dem Ort, den Gott ihnen zugewiesen hat.

Der Pilgerpfarrer Bernd Loose aus Hamburg- ja Hamburg leistet sich neben Lippe einen Pilgerpfarrer- ist der Spezialist für den Olavsweg. Der führt von Oslo über Lillehammer nach Trondheim bis zur Kathedrale in der sich das Grab von König Olav befindet. Diese 500 Kilometer sind laut Pf. Loose ein Aufruf zu Achtsamkeit. Er fragt die Menschen, die pilgern wie prägend die Einsamkeit für sie ist. Pilger sind nicht die ersten, die diesen Weg gehen, Jesus geht den Weg stets mit. Pilgern ist ein geistlicher Weg, etwas anders ist es, zu wandern. Die Pilger gehen den äußeren und den inneren Weg. In der Begegnung mit dem Heiligen an heiligen Orten sind sie nur beschäftigt mit dem Wesentlichen des Lebens und erleben so die Wirksamkeit des Heiligen. Schon die Jünger Jesu machten sich auf den Weg- auf ans Ende der Welt um die frohe Botschaft zu verbreiten. Vielleicht finden sie auch die Antwort auf die Frage nach dem Ziel in ihrem Leben. 

Wie wirkt die Pilgerbewegung auf die Kirche? Verändern Pilger die Sicht auf die Kirche? Angesichts zurückgehender Gemeindegliederzahlen und nicht gut besuchter Kirchenbänke wäre das zu wünschen.

Als ein ganz besonderes Erlebnis auf ihrer Pilgerreise berichtete Frau Isringhausen von einem Pilgerweg, als kurz vor Trier der Pilgerpate den Abt in St. Matthias anrief und ihre Ankunft ankündigte, und die Gruppe bei vollem Geläut in das Kloster einzog. Die Dozentin die die Gruppe begleitete, hielt inne und brach in Tränen aus. Sie verglich diesen Moment mit dem eigenen Tod: "Wenn wir gestorben sind und einen hoffentlich langen Weg hinter uns haben, werden wir so empfangen. Es ist E i n e r da, der uns erwartet...ist das nicht ein Segen?"

-Herzlichen Dank, liebe Frau Isringhausen !  

 

Zu erwähnen wäre noch unsere musikalische Begleitung-  Ihnen liebe Frau Briesenick danken wir herzlich! Wir waren beeindruckt, dass sie eigens für unser Treffen passende Lieder einstudiert haben. Auch das sie ein französisches Wanderlied für uns gesungen haben, war sehr schön.

Also: "Möge die Straße uns zusammen führen, und der Wind in deinem Rücken sein......."

 

Nach mehr als fünfzehn Jahren im Gustav-Münther-Haus hat das Team des Frauenfrühstücks hat sich für das erste Treffen im Saal des Gemeindehauses etwas Besonderes überlegt. Es gab ein vielfältiges Büffet, für das es sich sogar lohnte, ein zweites Mal aufzustehen. Wir freuen uns jetzt auf den 1. April 2017 mit Frau Beissel.

 

 

Das Frauenfrühstück findet Samstags von 9- 11.30Uhr im Gemeindehaus der Bartholomäuskirche, Kirchweg 10, 33647 Bielefeld statt.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro oder bei einer der unten stehenden Mitarbeiterinnen an.

Informationen über das nächste Treffen stehen in der Terminübersicht.

Kontaktpersonen sind:
Frau Spruch, Tel. 0521/4178073
Frau Marufke, Tel. 0521/410143 E-Mail an    marie-luise(at)marufke.de