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Herzliche Einladung zum nächsten Treffen:

"Ich höre was, was du nicht sagst"

Astrid Penner

17. November 2018

9.00- 11.30Uhr ins Gemeindehaus

 

Hier ein Rückblick auf den 3. März 2018

Simone Venghaus ließ die fünfzig Frauen, die zum Thema: " Gemeinsame Wurzeln!? Judentum, Christentum, Islam" ins Gemeindehaus gekommen waren, zunächst dieses Gedicht lesen:

Ich habe einen Traum

Dass eines Tages Muslime, Christen, Juden und Menschen anderer Religionen an vielen großen Tischen in unserer Stadt sitzen und miteinander reden und lachen.

 

Ich habe einen Traum

dass jeder Mensch in dieser Stadt von seiner Religion erzählen darf und die anderen zu ihm sagen: "Erzähle noch mehr von dieser Religion, damit ich dich besser verstehen kann."

 

An diesem Tisch entdeckt man die Verschiedenheiten und Gleichheiten im Glauben an GOTT. Keiner lacht über den anderen sondern akzeptiert ihn in seiner Andersartigkeit.

 

Ich habe einen Traum

Dass eines Tages Menschen verschiedener Religionen in ihrer Unterschiedlichkeit gemeinsam zu GOTT beten.

 

Ich habe einen Traum

Dass eines Tages Synagogen, Moscheen, Kirchen und andere GOTTEShäuser in unmittelbarer Nähe zusammen stehen und die Menschen sich gegenseitig in ihren GOTTEShäusern besuchen.

 

Ich habe einen Traum

dass man sich zu den großen Festen gegenseitig  einlädt und an dem Fest des anderen teilnimmt. Wenn jeder von uns, der hier steht, schon den ersten Schritt macht, damit dieser Traum Wirklichkeit wird, dann sind wir auf dem richtigen Weg.

In Anlehnung an Worte von Martin Luther King verfasst von Werner Göbelsmann 

 

Die anschließen verteilten Fragen luden zu regen Diskussionen an den Tischen ein:

 

Wäre das auch Ihr Traum?

Warum?

Warum nicht?

Wie könnte man ihn erreichen?

Sehen Sie Probleme Hindernisse?

Was würde er verändern? In unserer Gesellschaft?

Bewirkt er eher Angst oder Neugier und Freude?

 

Zu einem jüdisch, christlich und muslimischen Dialog komme man am Besten  im Austausch über die Fragen: "Wie betet ihr?"- "Wie lebt ihr?"- "Wie ist der Dialog?", Durch unsere unrühmliche Geschichte haben wir einen besondere Verbindung zum Judentum. Waren es hier im Jahr 2000 noch 30 jüdische Menschen, so wuchs die Anzahl der Personen in den vergangenen  besonders durch Zuzug aus den GUS Ländern auf jetzt ca. 300 Menschen.

In Brackwede kamen vor 30-40 Jahren viele türkische Menschen als Gastarbeiter - eigentlich nicht vorrangig, um  hier zu bleiben- nun sind sie sesshaft. Wir spüren ein großes Bedauern, dass wir uns gerade als Kirchen damals nicht noch mehr eingebracht haben. 

Seit dem 11. September 2001  sehen viele ausländische Menschen nicht mehr nur als Ausländer- sondern als Muslime. Noch einmal problematischer wurde es durch den IS mit seinem religiösen Extremismus. Wir spüren, dass viele Muslime nachdem seit 3-5 Jahren der arabische Islam mehr und mehr Einzug hält, vorsichtiger im Umgang mit uns werden.  

Wir alle tragen die Verantwortung für ein gutes Miteinander. 

An dieser Stelle wussten viele Frauen von der großen Hilfsbereitschaft der verschiedengläubigen Menschen untereinander zu berichten. Eine sehr traditionsbewusste ältere Dame, die nach dem Tod ihres Mannes von ihren muslimischen Nachbarn mit Essen versorgt wurde, ist zum Beispiel seit der Zeit eine große Anhängerin der türkischen Küche. Andere vermissen nach dem Wegzug der Nachbarn die "sieben Früchte Suppe", die sonst immer zur Herbstzeit an alle verteilt wurde. Einige der Frauen lobten ihre gute Gemeinschaft  in Häusern mit vielen Nationalitäten mit viel Respekt und Hilfsbereitschaft.

 

Es folgten Erklärungen zu Begriffen in den drei Religionen:

Islam- das bedeutet Hingabe an Gott. Muslime sind die Anhänger des Islams- früher auch Mohammedaner genannt. -

Christen heißen Christen, weil sie an Christus glauben.-

Muslime "glauben" nicht an Mohamed, sondern sie glauben auch an Gott und ihr Prophet ist Mohamed...er ist für sie keine Gottheit.

Als Juden bezeichnet man eine ethnischen-religiöse Gruppe oder Einzelpersonen, die sowohl Teil des jüdischen Volkes als auch Teil der jüdischen Religion sein können.

 

Ordnen SIe die Begriffe den richtigen Feldern und Schnittmengen der drei Religionen zu.

So lautete die nächste Aufgabe an den Tischen.

Davidstern, Beschneidung, ein Gott, Weihnachten, Thora, Zuckerfest, dreieiniger Gott. Passafest, Gott  hat die Welt erschaffen, Koran, Fastenzeit, Konfirmation, Moschee, Ramadan, Mohamed, Heiliges Buch, Mekka, Jesus Christus, Bar Mitzwa, Allah, Sabbat, Taufe, Pilgerfahrt, ein Ruhetag in der Woche, AT, Sonntag, Bibel, Synagoge, Kirche, Kreuz, Abraham, Abendmahl, Jerusalem als heilige Stadt........nicht immer waren sich dabei die Damen bei der Zuordnung auf Anhieb sicher.

 

Als Erklärung zur Entstehung bzw. Dokumentation der Religionen ging die Referentin ins Jahr 2000 vor Christus zu Abraham zurück. Moses lebte um 1200 v.Chr. und der Auszug aus Ägypten beruhte vorläufig aus mündlicher Überlieferung. Erst um 1000 v.Chr. nach Saul und David veranlasste König Salomo, als weiser König, das Aufschrieben der "Geschichte". 

Etwa 1100 Jahre dauerte das Festhalten des Alten Testaments. 

Das Neue Testament fand seine Verschriftlichung zuerst mit den Briefen des Paulus - um 50 n.Chr. dann folgte das Markus Evangelium 70 Jahre n. Chr., Lukas Evangelium 80 Jahre n,Chr. und Johannes Evangelium um 100 n. Chr..

 

Von 570- 630 lebte Mohamed- er bekam mit 40 Jahren die "Offenbarung" in den Bergen. 22 Jahre später wurde der Koran aufgeschrieben. Ibrahim ist in íhrem Glauben der erste Muslim, weil er sich Gott hingegeben hat und der Erste war, der an einen  Gott geglaubt hat.

 

In der abrahamitischen Religion verstehen sich die Juden als physische Kinder von Abraham. Das Bewusstsein für ihr Land spielt eine große Rolle in ihrem  Leben. 

 

Äußere Zeichen in den drei Religionen:

Muslime benutzen einen reinen Boden zum Beten, halten sich an Waschungsrituale, Gebetspläne und Gebetskalender. Die oft gesehene Gebetskette mit den 33 kleinen Kugeln und den 99 Kugeln- jede für einen Namen Allahs- ist der Ursprung des Rosenkranzes. Frauen sollten ihren Ausschnitt bedecken, sodass sie als Frau erkannt würden- das war der Rat Mohameds zu Zeiten, als zwischen den Oasenstädten Karawanen hin- und herzogen. Die Männer, die dort ankamen, hatten großen Durst und Hunger und Verlangen nach Frauen. Das Leben war zu der Zeit sehr freizügig und Prostitution gesellschaftlich geduldet. Mohamed empfahl den Frauen, die zum Beispiel verheiratet waren oder die nicht dafür zur Verfügung stehen wollten, sich so anzuziehen.

 

Jüdische Männer tragen als Zeichen des Respets vor Gott eine Kipa. Streng jüdische Frauen tragen Perücken. Im Buch Genesis 9 steht, dass die Göttersöhne auf die Menschen schauen - und besonders auf die Haare der Frauen. Sie rasieren sich deshalb die Haare ab und lassen sich Perücken fertigen. EIne Jüdische Frau, die auf sich hält, hat mehrere Perücken.

 

In der christlichen Gemeinde haben wir auch Rituale, die uns veranlassen, bevor wir uns in der Kirche hinsetzen, durch ein kurzes Innehalten vor Gottesdienstbeginn den Alltag und seine Belange hinter uns zu lassen. Einen prägenden Eindruck haben bei Frau Venghaus in der Kindheit die "Drei Hüte" in der Heimatgemeinde hinterlassen. Es waren regelmäßigige Gottesdienstbesucherinnen, die ein Hutgeschäft führten und jeden Sonntag einen anderen Hut  trugen. Es war damals für Frauen in der Kirche üblich, den Kopf zu bedecken und zu schweigen.

 

Zu guter Letzt wurden gute Projekte erwähnt, in denen es um ein friedliches, freundschaftliches und harmonisches Miteinander geht:

Kitchen on the run- Uthmannstrasse Brackwede- nach Anmeldung 

Abrahamsfest

Engel der Kulturen-liegt vor dem Rathaus als Symbol für Trialog

Besuch der  gerade stattfindenden Antirassismuss Wochen

Interkulturelles Frauen Treffen im Begegnungszentrum Bethel- Hauptstrasse 52

 

Lassen Sie uns gemeinsam auch in Brackwede auf dem richtigen Weg im Sinne Martin Luther King gehen:  so zu leben, dass wir uns gegenseitig helfen, schätzen und akzeptieren.

 

Wir danken Pastorin Simone Venghaus für den gelungenen Vormittag mit vielen Informationen, gelungenen Interaktionen und Frau Briesenick für die musikalische Begleitung  recht herzlich und wünschen beiden weiter Gottes reichen Segen!

 

 

Das Frauenfrühstück findet Samstags von 9- 11.30Uhr im Gemeindehaus der Bartholomäuskirche, Kirchweg 10, 33647 Bielefeld statt.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro oder bei einer der unten stehenden Mitarbeiterinnen an.

Informationen über das nächste Treffen stehen in der Terminübersicht.

Kontaktpersonen sind:
Frau Spruch, Tel. 0521/95968060
Frau Marufke, Tel. 0521/410143 E-Mail frafrue.kirche@gmail.com 

 

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