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Gedanken vor dem 6. Sonntag nach Ostern

Wir sind uns auf schwierige Zeiten vorbereitet

Liebe Geschwister im Reich Gottes!

Körperliche Nähe sollen wir zurzeit meiden.

Dabei kann kein Mensch auf Dauer ohne zärtliche Berührungen und liebevolle Streicheleinheiten auskommen.

Kleinkinder gingen jämmerlich zugrunde, würde man sie ihnen vorenthalten.

 

Die meisten Zärtlichkeiten werden in der Familie ausgetauscht.

Menschen, die im selben Haushalt wohnen, sollen auch jetzt miteinander knuddeln und sich körperlich nahe sein – am besten mehr noch als sonst. Das ist keineswegs verboten.

Schlimm genug, dass wir uns zur Begrüßung nicht die Hand geben sollen und unsere Freunde nicht umarmen.

 

Ich bin froh, dass wir auf so eine Situation sehr gut vorbereitet sind; Telefon, Internet, ja selbst Video-Anrufe und – Konferenzen sind möglich und für viele inzwischen alltäglich geworden.

Und als Christinnen und Christen sind wir daran gewöhnt, zu kommunizieren, ohne unser Gegenüber sehen oder gar anfassen zu können: im Gebet.

 

Dass die Jüngerinnen und Jünger Jesu das Göttliche sehen und sogar berühren konnten, ist absolut ungewöhnlich. Gott war Mensch geworden.

Aber er lebte nur eine kurze Zeit als Mensch auf dieser Erde.

Auf das Ende dieser Zeit hast Jesus die Seinen gut vorbereitet.

Im Johannes-Evangelium können wir seine Abschiedsreden nachlesen.

Das Evangelium für den 6. Sonntag nach Ostern (Joh.16,5-15) ist ein Abschnitt daraus.

Es lohnt sich, länger darüber nachzudenken.

 

Den Anfang mache ich mit 4 Fragen, die ich hier schon vor einer Woche hier vorgestellt habe:

Worüber informiert Jesus seine Jünger?

Jesus wird die Jünger schon bald verlassen und zu dem zurückkehren, der ihn gesandt hat; er nennt ihn seinen Vater.

An seine Stelle tritt dann ein Dritter, Tröster genannt.

Jesus und sein Vater teilen alles miteinander.

Was gibt Jesus von sich selbst zu erkennen?

Jesus hat eine sehr, sehr enge Beziehung zu seinem Vater.

Auch mit dem Tröster steht er in einem äußerst intensiven Austausch.

Er weiß genau, was der tun und sagen wird.

Was hält Jesus von seinen Gesprächspartnern und wie steht er zu ihnen?

Jesus meint es sehr gut mit den Jüngern, Männern und Frauen.

Wenn er selbst sie verlässt und stattdessen der Tröster zu ihnen kommt, dann ist das gut für sie.

Der Tröster wird sie lehren und in aller Wahrheit leiten.

Jesus möchte die Jünger gut auf die Zukunft vorbereiten.

So vorbereitet traut er ihnen viel Gutes zu.

Was möchte Jesus bei seinen Zuhörern erreichen?

Jesus weiß, dass die Jünger traurig sein werden, wenn er sie verlässt.

Er möchte ihnen Trost spenden und Hoffnung schenken.

Er möchte, dass sie auf dem Weg weitergehen, den er ihnen gezeigt hat – voller Gottvertrauen.

 

Diese Botschaft erreicht uns heute hier in Internet
– sogar ohne direkten Telefonkontakt oder eine Videokonferenz
– und erst recht, ohne dass Jesus uns körperlich nahe ist.

Als Christinnen und Christen sind wir daran gewöhnt, zu kommunizieren, ohne unser Gegenüber sehen oder gar anfassen zu können.

Und wir glauben an einen Gott, für den nichts unmöglich ist.

 

Bleiben Sie besonnen!
Wir sind gesegnet.

K  
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