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Gedanken am 10. Tag nach Ostern

Masken und Kommunikation

Jetzt wird auch noch von allen möglichen Leuten über eine Maskenpflicht diskutiert.

Um es gleich vorweg zu sagen, ich finde die Idee gut, denke aber auch, das Miteinander wird dadurch noch weiter erschwert.

 

Normalerweise sollten sich Ehepaare besonders gut verstehen.

Der Meinung sind zumindest viele.

Und doch kommt es dann manchmal zu Szenen wie dieser:

Der Ehemann sagt: „Unser gemeinsames Portemonnaie hat wohl ein Loch.“

Die Ehefrau hört daraus den Vorwurf: „Du gibst immer zu viel Geld aus.“

Der Ehemann wollte ihr aber mitteilen: „Das alte Portemonnaie erfüllt seinen Zweck nicht mehr. Kauf doch bitte ein neues!“

Dieses Missverständnis verbesserte die Stimmung nicht gerade, konnte am nächsten Tag aber geklärt werden – Ehepaare verstehen sich in der Regel besonders gut – und beide konnten darüber lachen.

 

Das Problem war damit aber immer noch nicht gelöst:

Das alte Portemonnaie hatte immer noch ein Loch.

Daran änderte sich erst durch die Corona-Krise etwas.

Inzwischen bezahlen beide fast alles mit Karte bzw. per Smartphone, selbst die Brötchen beim Bäcker.

Das alte Portemonnaie liegt nur noch im Schrank rum, ist eigentlich reif fürs Museum.

 

Durch das Missverständnis hat das Ehepaar jetzt so viel Geld gespart, dass es sich davon leicht eine gute Flasche Wein kaufen kann – für einen gemütlichen Abend zuhause, ohne Masken und hoffentlich auch ohne Missverständnisse.

So ein gemütlicher Abend ist auch in Corona-Zeiten nicht nur nicht verboten, sondern überaus empfehlenswert.

 

Diese Anekdote könnte gut der Auftakt für eine ganze Serie sein, aber den Film „Szenen einer Ehe“ hat der Regisseur Ingmar Bergmann schon 1973 gedreht.

 

Die Kommunikation zwischen Menschen ist und bleibt immer schwierig – ob mit oder ohne Masken.

Wenn sie gelingt, dürfen wir uns darüber freuen; wenn nicht, einen zweiten Versuch wagen.

 

Glücklicherweise ist die Kommunikation mit Gott nicht so schwierig; er versteht uns immer, auch wenn wir uns noch so ungeschickt ausdrücken.

Seine Dankbarkeit dafür drückt der Psalmist in einem Gebet mit folgenden Worten aus:

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;

du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich

und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,

das du, HERR, nicht alles wüsstest.

Von allen Seiten umgibst du mich

und hältst deine Hand über mir.

Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,

ich kann sie nicht begreifen.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,

und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich gen Himmel, so bist du da;

bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte

und bliebe am äußersten Meer,

so würde auch dort deine Hand mich führen

und deine Rechte mich halten.

Spräche ich: Finsternis möge mich decken

und Nacht statt Licht um mich sein –,

so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,

und die Nacht leuchtete wie der Tag.

Finsternis ist wie das Licht.

Denn du hast meine Nieren bereitet

und hast mich gebildet im Mutterleibe.

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

(Psalm 139,1-14)

 

Sprechen wir also weiter miteinander

und sprechen wir mit Gott.

Freuen wir uns darüber,

dass das auch in dieser seltsamen Zeit möglich ist.

 

Der Segen Gottes komme über euch

und bleibe bei euch

heute und alle Zeit.

 

Ulrich Meyer-Gieselmann, Pfarrer

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