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Gedanken am 13. Tag nach Ostern

Gottes Wort und unsere Wörter

Merken Sie das auch - das Virus verändert auch unser Reden und Hören?

In Sitzungen mit 2 m Abstand zwischen den Teilnehmenden wird nicht getuschelt. Es wird viel weniger durcheinandergeredet als früher und aufmerksamer zugehört.

Ähnliches wird mir auch aus den immer zahlreicher werdenden Telefon- und Videokonferenzen berichtet.

Erstaunlicherweise trifft das auch auf die Gottesdienste in dieser außergewöhnlichen Zeit zu.

Ich kann sie – was mir sonst kaum möglich ist – in meinem Wohnzimmer vor den Fernseher feiern und bin überrascht, wie sehr sie mich ansprechen.

Ob das daran liegt, dass diese Gottesdienste sehr gut vorbereitet sind, oder daran, dass ich mich aufs Zuhören oder Mitfeiern konzentrieren kann, das weiß ich nicht. Wahrscheinlich ist beides richtig.

Das gelingt aber nur, wenn ich nicht nebenbei noch mit dem Smartphone spiele oder Kartoffeln fürs Mittagessen schäle.

Und wenn mich niemand stört, weder das Telefon noch meine Kinder, die etwas aufgestanden sind, oder was auch immer.

 

Die Zeit des Gottesdienstes – wenn er denn diesen Namen verdient – ist immer eine ganz besondere Zeit.

Dann höre ich auf einmal Worte ganz neu, die ich schon zigmal gehört und auch selbst gesprochen habe:
Bibeltexte, Gebete, Glaubensbekenntnisse, auch Lieder und Musikstücke.

Ich fühle mich verstanden, obwohl ich selbst kein einziges Wort gesagt habe.

Ich fühle mich von Gott angesprochen, obwohl ich selbst nichts dafür getan habe – außer vielleicht im Gebet um seine Gegenwart zu bitten.

 

So möchte ich das auch am morgigen Sonntag machen. Ich habe mich dieses Mal sogar mit einigen guten Bekannten verabredet, dass wir den Gottesdienst gemeinsam feiern
– jede und jeder für sich allein zuhause bei sich im Wohnzimmer vor den Fernseher
– Sonntagmorgen um 10.15 Uhr in einigen Häusern in Brackwede.

 

Möglicherweise werden aus den Einigen sogar Mehrere, wenn manch einer oder eine, die diese Gedanken liest, sich uns anschließt.

 

Wir haben mehr Möglichkeiten, als viele denken; wir müssen sie nur nutzen.

 

So wie ich uns kenne, greift möglicherweise der eine oder andere danach zum Telefon und ruft jemanden an, den oder die er sonst im Gottesdienst getroffen und entsteht ein Gespräch wie sonst vor der Kirche oder im Gemeindehaus.
Fehlt nur noch eine Tasse Kaffee, und wir hätten auch ein Kirchencafé, dass einigen Gottesdienstbesucher/innen in Brackwede viel wert.
Den Kaffee müsste man sich allerdings selbst kochen.
Doch wo ist das Problem, in den allermeisten Haushalten gibt es eine Kaffeemaschine.
Eventuell finden sich sogar noch ein paar Kekse, die uns im Gemeindehaus immer einige Frauen so liebevoll hinstellen.

 

In diesem Sinne – und nur in diesem Sinne - lade ich alle zum gemeinsamen Gottesdienst morgen ein,

zum Gottesdienst Miserikordias Domini, d.h. Barmherzigkeit des Herrn.

 

Ich grüße alle schon heute mit dem Spruch der Woche:

Christus spricht:

Ich bin der gute Hirte.

Meine Schafe hören auf meine Stimme,

und ich kenne sie und sie folgen mir;

und ich gebe ihnen das ewige Leben.

(aus Joh. 10)

 

Bleiben Sie besonnen.

Wir sind gesegnet.

 

Ulrich Meyer-Gieselmann; Pfarrer

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